Vielfältige gastronomische Angebote, Mitmach-Aktionen für Kinder und jede Menge Livemusik: Das war der Gröpelinger Sommer 2025. In diesem Jahr stand das Thema Nachhaltigkeit im Fokus der Veranstaltung.
„Lecker, lecker, lecker, lecker“ rief der Verkäufer von Selam Market in der Lindenhofstraße in Gröpelingen. Gemeint waren die großen, saftigen Kirschen, die an diesem Tag in der Auslage vor dem Geschäft lagen. Doch nicht nur das Obst in der Straße war es wert gekostet zu werden. Am 28. Und 29. Juni 2025 fand hier mit dem Gröpelinger Sommer ein buntes Nachbarschaftsfest statt. Dank der kulinarischen Angebote und Probierstände musste niemand hungrig nach Hause gehen. Und das Prädikat „lecker“ passte auch hier allemal!
Der Gröpelinger Sommer, der alle zwei Jahre stattfindet, hat sich längst seinen Platz im Veranstaltungskalender verdient. Mit Live-Musik, Straßenaktionen, Gastronomie und einem regen Kulturprogramm verwandelte sich das Quartier von der Ortsstraße bis zur Gröpelinger Heerstraße in einen Ort der Begegnungen. Info-Stände, Aktionen für Kinder und Auftritte lokaler Künstler sorgten dafür, dass garantiert keine Langeweile aufkam.
Das Stadtteilfest fand in diesem Jahr im Zeichen der Nachhaltigkeit statt – und das mit vielen kreativen Ideen. Ein Highlight für Groß und Klein: Der Bio-Mitmachmarkt. Hier konnten Besucher und Besucherinnen frische Bio-Produkte probieren, Sahne zu Butter schütteln oder Haferflocken selber mahlen. Beim Upcyling wurden Boote aus Pappe gefaltet, bunt bemalt und anschließend mit Erde und Samen gefüllt– ein DIY-Starter-Set für grüne Daumen. Wenn die Kleinen genug vom Basteln hatten, gab’s immer noch die Heuhüpfburg – Kletternetz und Heuballen inklusive. Der Bio-Mitmachmarkt wurde im Rahmen des Bundesprojekts WURZEL durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat gefördert.
Ebenso kreativ, aber mit praktischem Mehrwert: der „Reparaturpilz“. Hier wurden defekte Gegenstände wieder flottgemacht, um ihnen ein zweites Leben zu schenken. So konnten die Besucherinnen und Besucher ganz konkret einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit im Alltag leisten, in dem sie bereits gekaufte Produkte vor der Mülltonne retteten.
An den Infoständen konnten die Besucherinnen und Besucher innehalten und sich über lokale Initiativen informieren. Mit vertreten war auch das „Forum Küche“. Diese Initiative, die Teil der Bremer Aktionsplan 2025 ist, hat es sich zum Ziel gesetzt, die Verpflegung in Bremer Kindergärten, Schulen und Krankenhäusern auf 100% bio, regional und saisonal umzustellen. Das Forum Küche hatte für das Fest zahlreiche Biolebensmittel im Gepäck, die vom Naturkost Kontor Bremen gespendet wurden. Angeboten wurden unter anderem kreative Snacks wie Süßkartoffel-Waffeln und Brote mit verschiedenen Belägen. „Ernährungsberatung ist wichtig, weil es einfach eine unglaublich wichtige Alltagskompetenz ist“, sagt Florian Minzlaff, Projektmanager bei Forum Küche. Kinder sollten lernen, sich mit Lebensmitteln auszukennen und ihren eigenen Geschmack zu entdecken. Dies fördere nicht nur ihre Selbstwirksamkeit, sondern helfe ihnen auch, sich in der Welt zurechtzufinden.
„Wir möchten, dass jedes Kind in Bremen einmal am Tag eine gesunde, nachhaltige Mahlzeit zu sich nehmen kann“, sagt auch Jessica Nixon von Biostadt Bremen. Auf dem Gröpelinger Sommer präsentierte die Biostadt Bremen einen Mitmach-Bereich, der sich rund um die Themen Biolandwirtschaft, regionale Ernährung und Nachhaltigkeit drehte. Angeboten wurden zahlreiche Aktivitäten, die Besucherinnen und Besucher dazu anregen sollten, sich spielerisch mit Umwelt- und Ernährungsthemen auseinanderzusetzen. „Wir möchten das Bewusstsein für gesunde Ernährung stärken und gleichzeitig zeigen, dass Nachhaltigkeit auch Spaß machen kann“, erklärt Nixon weiter.
Doch neben aller Nachhaltigkeit bleibt Gröpelingen vor allem eines: ein pulsierender, multikultureller Hotspot. Das Fest spiegelte perfekt wider, was diesen Stadtteil so liebenswert macht – nämlich die gelungene Vielfalt. „Hier steht die Moschee direkt neben einer Kneipe – das gibt es wohl so nur in Gröpelingen“, sagt Emre Altinöz, Stadtteilmanager vom Gröpelingen Marketing e.V.
Während sich die einen in der Kneipe „Zum Faß“ ein Bier schmecken ließen, gab es nebenan am Stand der Mevlana-Moschee türkische Spezialitäten wie Köfte Pita, Lahmacun und Börek.
Auch die Besucherinnen und Besucher schätzen die vielfältige Atmosphäre auf dem Stadtfest und in ihrem Stadtteil. „Der Gröpelinger Sommer ist eine tolle Aufwertung für den Stadtteil und eine gute Gelegenheit, um zusammenzukommen, die man sonst nicht so hat und die es in anderen Stadtteilen in dieser Form so nicht geben könnte.“, sagt eine Besucherin. „In Gröpelingen hat man außerdem die Möglichkeit, viel mitzugestalten. Es gibt hier viele Initiativen, die ganz tolle Arbeit leisten.“
Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten „Gröpelinger Sommer“ 2027.
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