
Foto: Kerstin Schomburg
heitere Rhythmen und Melodien
Was war das für ein Chaos, was für ein fantastisches Durcheinander, als die Rhythmus Boys vor 30 Jahren zum ersten Mal die Konzertbühne betraten und einen Orkan der Begeisterung und totalen Verwirrung entfesselten. Keiner der Vier beherrschte sein Instrument, aber Witz kultivierte Disziplinlosigkeit und hervorragendes Aussehen kompensierte alle musikalischen Defizite. Das hat sich in all den Jahren geändert. Inzwischen singen und spielen die Herren weit besser als sie aussehen; aus Disziplinlosigkeit ist Wahnwitz und heitere Unordnung geworden, und so gleicht ein Abend mit den Rhythmus Boys dem letzten, tumultuösen Konzert in einem maroden, zum Abbruch freigegebenen Varietétheater. "Tohuwabohu" steht sinnbildlich für die lange, erfolgreiche Wegstrecke, die Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys zurückgelegt haben und die sie in der Geschichte der populären Musik einzigartig macht. Ein Abend mit diesem Quartett gleicht einem Spaziergang im Tanzschritt heiterer Rhythmen und einem Feuerwerk bezaubernder Melodien. Neben italienischen und französischen Schlagern der Weltklasse werden spektakuläre neue Arrangements den Atem verschlagen und wer dem Chaos der Welt entfliehen will, der begibt sich in das fantastische Tohuwabohu, das Europas schönste Tanzkapelle speziell angerichtet hat.
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