
Foto: Caspar Sessler
Oratorium zum Karfreitag in der Instrumentierung von Robert Schumann mit den Bremer Philharmonikern, dem Bremer Domchor und Solisten
Zu den bedeutenden Ereignissen in der Bremer Musikgeschichte gehört die erste Wiederaufführung der Bach'schen Johannespassion am Karfreitag, den 20. April 1832. Der damalige Domkantor W.F. Riem kannte als ehemaliges Mitglied des Leipziger Thomanerchors die Werke Bachs von Jugend auf. Bach'sche Oratorien stellten für die Musiker im 19. Jahrhundert eine große Herausforderung dar. Einige Orchesterinstrumente und die Praxis des Basso continuo waren ungebräuchlich geworden und mussten durch moderne Lösungen ersetzt werden. Fast zwanzig Jahre nach der Bremer Aufführung nahm sich Robert Schumann das Werk vor und schrieb einige zusätzliche Stimmen für Klarinette und sogar für Trompete. Seine Frau Clara begleitete am Hammerklavier. Schumanns Dirigierpartitur und das dazugehörige Orchestermaterial dient als Vorlage für diese Aufführung am Karfreitag. Die Instrumente werden nach historischen Vorbildern nachgebaut. Die Organisten studieren das Generalbass-Spiel im barocken Sinn. Alle Musiker beschäftigen sich mit den jeweiligen Gepflogenheiten aus der Entstehungszeit der Kompositionen, was Phrasierung, Verzierung und dynamische Gestaltung betrifft. Ziel ist dabei weniger die Rekonstruktion eines historischen Ereignisses, sondern ein bewegendes Wieder-Erleben der ursprünglichen Idee des Komponisten.
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